5. Advent

Begegnung mit dem WeihnachtsmannWer heute die 5. Kerze am Adventskranz angezündet hat, der hat Weihnachten verpennt. Diesen Spruch kennt Carolin ganz genau, aber als der Weihnachtsmann an Heiligabend vor ihr stand, hat sie den Teil des Gedichtes lieber weg gelassen. Ansonsten waren unsere Kinder an Heiligabend völlig unbeeindruckt, dass der Weihnachtsmann wirklich kam und Geschenke verteilt hat. Carolin war Tage vorher schon ganz aufgeregt, vielleicht hat der Weihnachtsmann dieses Jahr mehr Zeit und kommt persönlich vorbei – oder gibt es ihn doch nicht, etwas Zweifel hatte sie schon geäußert. Für Felix war der Weihnachtsmann nur ein weiterer Besucher an diesem ereignisreichen Tag. Und Angst vor dem Weihnachtsmann hatte keiner der beiden Kinder.

Carolin war überhaupt sehr mutig und hat großen Eindruck auf unseren Besuch gemacht. Beim anschließenden Besuch der Christvesper fragte der Pfarrer zu Beginn, welche Kinder vorne am Altar sitzen möchten, damit noch Platz ist für weitere Gottesdienst-Besucher. Noch bevor er eines der größeren Kinder überzeugen konnte, meldete sich Carolin freiwillig, dass sie vorne sitzen möchte. Während des Gottesdienstes konnten dann allerdings alle sehen, dass sie gelangweilt war, als sie sich hinlegte oder den Kopf in die Hände stütze oder beim singen sich die Ohren zuhielt. Einmal gab es sogar was zu lachen für alle, Carolin wusste zwar nicht, was wir später am Abend essen werden, aber ein ungefähr gleich altes Mädchen meinte laut, sie wollte Pommes mit Döner essen.

Weihnachtsgeschenke gab es ausreichend für unsere Kinder, aber nicht übermäßig viel. Besonders mit der Murmelbahn von Quadrilla oder der Triola für Carolin hat der Weihnachtsmann ins  Schwarze getroffen. Wobei wir mit der Murmelbahn mindestens genauso viel  Spaß haben wie sie, und von den – noch unpassenden – Tönen der Triola leicht genervt sind.

Wir sind froh, dass die Feiertage vorbei sind, aber das nächste Fest, sowie ein Jahr voller Festtage, steht schon vor der Tür.

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