Abgestillt – oder doch nicht?
Mittwoch, 14. September 2005 – Carolin ist 8 Monate und 11 Tage alt, und verweigert das erste Mal meine Brust. Kein Stillen also am Abend, und auch in der Nacht läßt sich unser Töchterchen nicht durch die Brust oder sonstwie beruhigen, sondern schläft erst nach 1,5 Stunden Geschrei wieder ein. Am nächsten Tag ist die Situation auch nicht anders, also konsultiere ich Frauenärztin und Hebamme, um das Abstillen in Angriff zu nehmen. Heiß duschen, Brust massieren und ausstreichen, viel Salbeitee trinken, Brust kühlen – so lauten die Tips. Von der Ärztin bekomme ich sogar noch ein Medikament zur Unterstützung der Milchrückbildung.
Aber auch andere Säuglingsmilch trinkt unser Carolinchen nicht. Sie saugt nur kurz aus der Flasche, und verzieht dann eher angewidert das Gesicht. Und ihr Appetit ist auch gering, so dass ich mir etwas Sorgen um ihre Calcium-Zufuhr mache. Aber sonst ist sie meist recht vergnügt, bzw. eigentlich ziemlich launisch. Himmelhoch jauchzend, zu Tode betrübt…
Dann heute vormittag die überraschende Wendung. Nach dem sonntäglichen Bad mit ihrem Papa bringe ich Carolin ins Bett, und wie wild reißt sie an meinem BH. Also versuche ich erneut sie anzulegen, und sie trinkt! Erleichtert bin ich schon, dass sie wieder Milch zu sich nimmt, aber ich habe mir fest vorgenommen, sie nachts nicht mehr zu stillen. Immerhin hat sie ja in den letzten vier Nächten nachts auch nichts bekommen. Vielleicht ist das ja eine Chance, dass Carolin demnächst doch mal durchschläft?